Masséna bei Zürich von Erzherzog Karl geschlagen, behauptet aber seine Stellung am Vierwaldstätter See. Inzwischen ist ein russisches Heer unter Suwōrow (geb. 1729) in Italien erschienen und hat sich mit den Österreichern (unter Melas) vereinigt. Die Siege bei Cassano und an der Trebbia bewirken die Auflösung der Cisalpinischen, Römischen und Parthenopeischen Republik. In Neapel grausames Blutvergießen nach der mit Unterstützung Nelsons erfolgten Rückkehr Ferdinands IV.
Ein neues französisches Heer unter Joubert wird bei Novi (15. Aug.) ebenfalls geschlagen; dann muß Suwōrow auf Betreiben des österreichischen Ministers Thugut Italien räumen und über die Alpen ziehen (berühmter Marsch über den St. Gotthardpaß), um sich mit dem zweiten russischen Heere unter Korsakow in der Schweiz zu vereinigen. Aber dieses Heer war, da Erzherzog Karl sich nach dem Rhein gewandt hatte, vor Suwōrows Ankunft von Masséna in der zweiten Schlacht bei Zürich (25. 26. Sept.) geschlagen. Suwōrow gelangt nach weiteren erstaunlich beschwerlichen Märschen und Kämpfen im Okt. in das Rheintal, führt dann voll Erbitterung gegen Österreich sein Heer nach Rußland zurück († 1800).
1799. Okt.
Ein englisch-russisches Heer unter dem Herzog von York (Sohn Georgs III.), welches in Holland gelandet war, wird von den Franzosen zurückgedrängt und durch die Kapitulation bei Alkmar zum Abzug genötigt.
Bonaparte eilt, nachdem er den Befehl in Ägypten an Kléber (ermordet 1800) übertragen hat, mit wenigen Begleitern nach Frankreich zurück, um das Mißgeschick der französischen Waffen wieder gutzumachen. Er stürzt im Einverständnis mit den Direktoren Sieyès und Roger-Ducos und seinem Bruder Lucian Bonaparte, Präsidenten des Rates der Fünfhundert,
9. Nov.
durch den Staatsstreich des 18. Brumaire das Direktorium und treibt am folgenden Tage den Rat der Fünfhundert auseinander.
1799–1804.
Konsularregierung,
Napoléon Bonaparte an der Spitze des Staates als erster Konsul auf 10 Jahre; neben ihm zwei von ihm ernannte Konsuln mit nur beratender Stimme.