492.

Erster Zug der Perser unter Mardonios.

Das Landheer unterwirft das Küstenland von Thrakien, die Flotte die Insel Thasos. König Alexander von Makedonien erkennt die persische Hoheit an. Dann aber erleidet das Landheer große Verluste im Kampf mit den Thrakern, und ein großer Teil der Flotte wird am Vorgebirge Athōs durch Sturm vernichtet; dies bestimmt den Mardonios zur Rückkehr.

An der thrakischen Küste werden feste Plätze angelegt als Stützpunkt für spätere Feldzüge; Byzanz, Sēstos, Abdēra erhalten persische Besatzungen.

491.

Persische Herolde, welche Erde und Wasser als Zeichen der Unterwerfung verlangen, werden in Sparta und Athen getötet. Die Kykladen und Ägīna dagegen, auch manche Gemeinden des Festlandes versprechen dem Perserkönige Unterwerfung. Der spartanische König Kleomĕnes zwingt die Ägineten, den Athenern Geiseln zu stellen.

490.

Zweiter Zug der Perser unter Datis und Artaphernes, dem jungen Neffen des Dareios.

Eine große Flotte (nach Herodot 600 Trieren) durchfährt das Ägäische Meer, landet auf Naxos, dann auf Euböa, wo die Stadt Eretria zerstört wird, dann an der Ostküste von Attika. Hippias (S. 36) im Gefolge des Artaphernes. Das athenische Heer, 9000 Hopliten und außerdem leichtbewaffnete Sklaven (eine tüchtige Reiterei nur bei den Thessalern), geführt vom Polemarchos und den 10 Feldherrn, unter welchen Aristides und der vor den Persern aus der Chersones (S. 36, 20) geflüchtete (jüngere) Miltiades, lagert mehrere Tage dem Feinde gegenüber in verschanzter Stellung. Durch 1000 Platäer verstärkt, greift es, ohne die Ankunft der Spartaner abzuwarten, unter Führung des Miltiădes an und siegt in der

490. (Sept.)