Schlacht bei Borodinó an der Moskwa: beide Teile erleiden ungeheuere Verluste. Rückzug der Russen in guter Ordnung bis hinter Moskau. Das französische Hauptheer, auf 100000 Mann zusammengeschmolzen, besetzt die von den Einwohnern verlassene Stadt. Napoleon im Kreml.

15.–20. Sept.

Brand von Moskau (der Gouverneur Rostopschin). Plünderung der Stadt unter Schutt und Trümmern; der Kreml wird gegen das Feuer geschützt. Kaiser Alexander lehnt auf Steins Rat Friedensanträge Napoleons ab. Nach fünfwöchigem Aufenthalt in Moskau

19. Okt.

Rückzug aus Rußland, von Napoleon erst nach Südwesten, dann in der Richtung auf Smolensk angetreten, beunruhigt durch das russische Hauptheer unter Kutūsow und zahllose Kosakenschwärme.

6. Nov.

Eintreten der Kälte. Furchtbares Elend durch Hunger und Frost. Fortwährende Gefechte, namentlich bei Krasnoi (Ney) und Borissow (Oudinot).

1812. 26.–28. Nov.

Schrecklicher Übergang über die Beresina.

Brückenbau bei Studienka; Ney und Oudinot wehren am 28. die andringenden Russen auf dem rechten Ufer ab, Viktor auf dem linken, doch fallen Tausende von Nachzüglern den Russen in die Hände. Von da ab völlige Auflösung des Heeres bei erneuter Kälte; Napoleon verläßt das Heer (5. Dez.) und eilt nach Paris. Murat, dann Eugen Beauharnais leiten den Rückzug.