Schlacht bei Thermopylä.
Der spartanische König Leonĭdas an der Spitze von etwa 6000 Schwerbewaffneten (Hopliten) (darunter 300 Spartiaten, 1000 lakedämonische Periöken und 700 Thespier) verteidigt 2 Tage lang den Engpaß, während 1000 Phokier den Fußpfad über den Kallidrŏmos bewachen. Die Perser, durch den Verräter Ephialtes auf diesen Pfad geführt, vertreiben die Phokier und kommen dem griechischen Heere in den Rücken. Leonidas befiehlt den Periöken und den Bundesgenossen, nach Hanse zu gehen und stirbt mit den noch übrigen Spartiaten und Thespiern, welche sich weigern, ihn zu verlassen, den Heldentod. Bekannte Grabschrift des Simonides. (S. Schillers »Spaziergang«). Die gezwungen (?) mit Leonidas fechtenden Thebaner strecken die Waffen, werden teils niedergemacht, teils auf des Königs Befehl gebrandmarkt nach Theben zurückgeschickt.
Zu gleicher Zeit unentschiedene Seegefechte bei Artemision, einem Vorgebirge und Tempel an der Nordspitze von Euböa. Dreitägige Kämpfe; Verluste der Perser namentlich durch den Untergang der um die Südspitze von Euböa herum entsandten Schiffe. Auf die Kunde von der Einnahme des Passes von Thermopy̆lä zieht die hellenische Flotte sich zurück nach der Bucht von Salămis. Das peloponnesische Landheer beginnt am Isthmos den Bau einer Schutzmauer.
Xerxes durchzieht Mittelgriechenland. Die Lokrer und Dorier unterwerfen sich. Das Gebiet der Phokier wird verwüstet, die gegen Delphi geschickte Truppe soll durch Gewittersturm zurückgeschreckt worden sein. Böotien wird als Freundesland behandelt, nur Thespiä und Platää werden zerstört.
Die Athener verlassen ihre Stadt, nur die Akropolis bleibt besetzt. Die waffenfähigen Bürger besteigen die Flotte, die »hölzerne Mauer«; Greise, Frauen und Kinder werden mit der beweglichen Habe nach Salămis, Ägina und Troizen gebracht. Den Verbannten wird die Rückkehr gestattet. Die Akropolis wird von den Persern erstürmt; Zerstörung der Stadt Athen.
480. (Ende Sept.)
Seeschlacht bei Salămis.
Die vereinigte hellenische Flotte (378 Trieren, 7 Fünfzigruderer) steht unter dem Oberbefehl des Spartaners Eurybiădes. Uneinigkeit im Kriegsrat; der athenische Feldherr Themistŏkles bewirkt durch eine geheime Botschaft an Xerxes, daß die Griechen in der Meerenge zwischen Salamis und Attika von der persischen Flotte eingeschlossen werden. Xerxes schaut von dem Berge Ägāleos dem Kampfe zu. Glänzender Sieg der Griechen. Aristides, von Ägina herbeigeeilt, nimmt während des Flottenkampfes die von den Persern besetzte kleine Insel Psyttaleia, macht viele vornehme Gefangene.
Die persische Flotte sammelt sich in der Bucht von Phalēron, Xerxes beschließt den Rückzug. In Thessalien bleibt Mardonios mit einem großen Teil des Heeres zurück. Xerxes erreicht nach großen, durch Seuchen und Mangel an Lebensmitteln verursachten Verlusten den Hellespont, wo er die Flotte findet, die das Heer übersetzt, da die Brücke vom Sturm zerstört worden ist.
Die griechische Flotte, statt, wie Themistokles wollte, die persische zu verfolgen, wendet sich gegen die Inseln, belagert Andros vergeblich und löst sich beim Eintritt des Winters auf. Rückkehr der Athener nach ihrer Stadt, deren Wiederaufbau sofort begonnen wird.