8. Okt.
Vertrag zu Ried zwischen Österreich und Bayern, welches sich vom Rheinbunde lossagt und dem Bündnis gegen Napoleon beitritt. Dafür wird dem König Max Joseph von Bayern (1799–1825) die Erhaltung seines durch Napoleon vergrößerten Gebietes zugesichert.
Als die 3 Hauptheere der Verbündeten eine Vereinigung im Rücken Napoleons versuchen, verläßt dieser Dresden, zieht nach Düben (an der Mulde) gegen Blücher, der ihm ausweicht, versammelt dann seine Truppen bei Leipzig gegen die inzwischen durch die Elbpässe gedrungene Böhmische Armee. Reitergefecht bei Libertwolkwitz (14. Okt.).
16. 18. 19. Okt.
Völkerschlacht bei Leipzig.
Am 16. Okt. unentschiedener Kampf Napoleons gegen die Böhmische Armee (Schwarzenberg) bei Wachau (südl. von Leipzig); Sieg Blüchers bei Möckern (nördl. von Leipzig) über Marmont.
Am 17. Stillstand des Kampfes; Napoleon schickt Friedensanträge an Kaiser Franz, die jedoch wegen ihrer Unzulänglichkeit keine Berücksichtigung finden. Gegen Abend Vereinigung der vier Heere der Verbündeten: die Nordarmee und die russische Reservearmee (unter Bennigsen) schließen den Kreis nördlich, östlich und südlich von Leipzig (die Straße im Westen nach Lindenau nicht besetzt); 255000 gegen 160000 Mann.
Am 18. allgemeiner Angriff und nach neunstündigem Kampfe vollständiger Sieg der Verbündeten. Kampf um Probstheida südlich, Schönfeld an der Parthe und Paunsdorf östlich von Leipzig; bei Paunsdorf gehen die meisten Sachsen und Württemberger zu den Verbündeten über.
Am 19. Erstürmung von Leipzig und Gefangennehmung des Königs von Sachsen. Nach Verlust von mehr als 60000 Mann tritt das geschlagene Heer Napoleons den Rückzug an. Voreilige Zerstörung der Elsterbrücke. Viele Fliehende, unter ihnen der tapfere Fürst Poniatowski, Neffe des letzten polnischen Königs, finden ihren Tod in der Elster.
Auf dem Rückzuge Kampf Napoleons an der Unstrut gegen Yorks Vorhut; Sieg bei Hanau (30. und 31. Okt.) über ein österreichisch-bayrisches Heer unter Wrede.