Unmittelbare Folgen der Schlacht bei Leipzig: Flucht des Königs Jérôme aus Kassel, Ende des Königreichs Westfalen, der Großherzogtümer Frankfurt und Berg. Wiederherstellung der alten Regierungen in Hessen-Kassel, Braunschweig, Hannover, Oldenburg. Die »Zentralverwaltung für die in Deutschland eroberten Länder«, unter dem Freiherrn vom Stein, sorgt in Sachsen, Frankfurt und Berg für die weiteren Rüstungen.

1813. Nov.

Napoleon geht bei Mainz über den Rhein zurück. Württemberg, Hessen-Darmstadt, Baden und die noch übrigen Glieder des Rheinbundes schließen sich den Verbündeten an. Allmählich werden die von den Franzosen besetzten Festungen befreit: Dresden (11. Nov.), Stettin (21. Nov.), Lübeck (5. Dez.), Zamosc, Modlin, Torgau (26. Dez.), Danzig (30. Dez.), Wittenberg (12. Jan. 1814), Küstrin (7. März).

In Glogau, Magdeburg, Hamburg (Davout), Erfurt, Würzburg, Wesel, Mainz halten sich die französischen Besatzungen bis zum Frieden.

Aufstand in Holland (Nov.), die französischen Behörden verjagt. Ein Teil der Nordarmee unter Bülow rückt in Holland ein, während der Kronprinz von Schweden in Holstein einfällt und in einem kurzen Winterfeldzug Dänemark zum Verzicht auf Norwegen zwingt (Friede zu Kiel, Jan. 1814).

Aus Spanien werden die Franzosen, nachdem sie schon 1812 den Süden des Landes und vorübergehend auch Madrid hatten aufgeben müssen, während des Jahres 1813 fast ganz verdrängt. Entscheidender Sieg Wellingtons bei Vittoria (21. Juni).

In Deutschland erfolgt, da Napoleon auf ein von Metternich gemachtes Anerbieten, welches ihm die Alpen- und Rheingrenze verspricht, nicht ernstlich eingeht, am

1. Dez.

der Beschluß, den Krieg energisch weiterzuführen und den Rhein zu überschreiten. Das Hauptheer unter Schwarzenberg geht Ende Dez. bei Basel über den Rhein, um die Hochebene von Langres zu erreichen, das Schlesische Heer unter Blücher in der Neujahrsnacht 1814 bei Mannheim, Kaub und Koblenz.

1814.