Schlacht bei Mykăle,

nehmen das Lager und stecken die persischen Schiffe in Brand. Mehrere Inselstädte (namentlich Samos, Lesbos und Chios), dann die Küstenstädte Kleinasiens, auch das hergestellte Milet (S. 20), werden als Bundesgenossen aufgenommen. Die Peloponnesier fahren nach Hause zurück, die Athener und Ionier erobern Sēstos (S. 38).

Wiederaufbau der Stadt Athen; sie wird trotz des Einspruchs der Peloponnesier mit einer starken Mauer von vergrößertem Umfang (60 Stadien) umgeben. List des Themistokles, der als Gesandter nach Sparta geht.

478.

Unter Anführung des Spartaners Pausanĭas vertreibt die vereinigte Flotte der Peloponnesier, Athener und Ionier persische Besatzungen von der Insel Cypern, fährt dann nach Byzanz und befreit diese Stadt. Hochmut des Pausanias gegen die Bundesgenossen, er tritt mit dem persischen Hofe in geheime Verbindung. Das gewinnende Auftreten der Anführer der Athener, Aristides und Kimon, hat nach Abberufung des Pausanias durch die Ephoren zur Folge, daß die Führung (Hegemonie) zur See von Sparta auf Athen übergeht,

477.

Gründung des attischen Seebundes.

Die Insel- und Küstenstädte des Ägäischen Meeres schließen ein dauerndes Bündnis mit Athen; die größeren stellen Schiffe zum Kampf gegen die Perser, die kleineren zahlen Geldbeiträge. Organisation des Bundes durch Aristides. Bundeskasse im Apollotempel zu Delos.

Themistokles, bei den olympischen Spielen 476 von den versammelten Hellenen geehrt, gerät bei den Athenern allmählich in Mißgunst, wird 470 durch den Ostrakismos verbannt und geht nach Argos. Dort wird er der Teilnahme an den fortgesetzten hochverräterischen Umtrieben des Pausanias verdächtig. Dieser, von den Ephoren mit Verhaftung bedroht, rettet sich in Sparta in den Tempel der Athene und stirbt durch Hunger (468). Themistokles muß aus Argos fliehen, geht nach Kerkȳra, dann nach Epīrus, endlich nach Susa zum Perserkönig Artaxerxes (s. S. 21), dem er seine Dienste anbietet. Er erhält eine fürstliche Schenkung in Kleinasien, stirbt (460) zu Magnesia (am Maiandros).

Fortsetzung des Angriffskriegs gegen die Perser unter Führung Kimons, des Sohnes des Miltiades (S. 39). Er erobert mit der Bundesflotte die noch von den Persern besetzt gehaltenen Plätze an der thrakischen Küste, namentlich Eïon an der Strymonmündung, besetzt die Insel Skyros (die Gebeine des Theseus von dort nach Athen gebracht), unterwirft die vom Bunde abgefallene Insel Naxos, besiegt Flotte und Landheer der Perser in der