80000 Russen gehen über den Pruth und besetzen die Donaufürstentümer.
Sept.
Zusammenkunft des Kaisers Nikolaus mit dem Kaiser von Österreich in Olmütz, dann mit dem König von Preußen in Berlin, doch erreicht er nicht das gewünschte Bündnis, sondern nur Versicherung der Neutralität unter bestimmten Voraussetzungen.
Okt.
Die Pforte erklärt den Krieg an Rußland. Omer Pascha geht bei Widdin über die Donau und behauptet sich gegen die Russen bei Oltenitza (4. Nov.). Die russische Flotte überfällt und vernichtet ein türkisches Geschwader bei Sinōpe (30. Nov.). Auf die Weigerung des Kaisers, die Donaufürstentümer zu räumen, folgt, nachdem in England ein Whigministerium (Palmerston) ans Ruder gekommen ist, ein Bündnis der Westmächte (Frankreich und England) mit der Türkei (1854, März).
1854–1856.
Krieg der Westmächte gegen Rußland (Krimkrieg).
Der russische Feldherr Paskjewitsch überschreitet die Donau, belagert aber vergeblich Silistria. Frankreich und England schicken Truppen nach der Türkei, welche bei Gallipoli und Varna landen. Österreich, mit Preußen verbündet, verlangt, daß die Russen die Donaufürstentümer räumen; Kaiser Nikolaus befiehlt die Räumung aus »strategischen Gründen« (1854, Juli). Eine zweite französisch-englische Flotte erscheint in der Ostsee, vermag jedoch nichts gegen die Festung Kronstadt auszurichten und nimmt nur die kleine Festung Bomarsund, auf einer der Alands-Inseln.
1854. 14. Sept.
Landung der Franzosen und Engländer (zusammen 55000 Mann unter Marschall St. Arnaud und Lord Raglan) an der Küste der Halbinsel Krim; auch 6000 Türken nehmen an dem Feldzuge teil.