Übergang nach der Insel Alsen, schlagen die Dänen auf allen Punkten und treiben sie nach Fünen hinüber. Auch Nordjütland wird von den Verbündeten besetzt.
Zur See hatten am 17. März drei preußische Schiffe bei Jasmund (an der Ostseite von Rügen), am 9. Mai zwei österreichische und drei preußische Schiffe bei Helgoland gegen die Dänen gekämpft; vom 13. bis 17. Juli gelang mit Hilfe der Kanonenboote die Besetzung der Inseln Sylt und Föhr.
20. Juli.
Waffenstillstand, Verhandlungen in Wien.
22. Aug.
Genfer Konvention zum Schutz der Verwundeten und Kranken im Kriege, von den meisten europäischen Staaten unterzeichnet (das Rote Kreuz).
30. Okt.
Friede zu Wien: König Christian IX. von Dänemark tritt die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg an Österreich und Preußen ab.
Die Bundestruppen verlassen Holstein; Österreich und Preußen setzen für die Herzogtümer eine gemeinschaftliche Regierung ein. Mißstimmung darüber in den Herzogtümern und vielfach in Deutschland; man wünscht ein selbständiges Schleswig-Holstein. Österreich begünstigt die Einsetzung des Prinzen Friedrich von Augustenburg; der preußische Minister v. Bismarck verlangt (Febr. 1865) für den Fall, daß zu den in Deutschland vorhandenen Kleinstaaten ein neuer hinzutreten soll: 1. Daß dessen gesamte Streitkräfte ein Teil der preußischen Armee und Flotte werden, 2. Seine Eisenbahnen, sein Post- und Telegraphenwesen unter preußische Leitung kommen, 3. Eintritt der Herzogtümer in den Zollverein und Abtretung einiger militärisch wichtiger Orte, namentlich Friedrichsort an der Kieler Förde und Sonderburg.
Um Streitigkeiten zwischen den Regierungskommissaren der beiden Großmächte fernerhin zu vermeiden, schließen Österreich und Preußen den