Neuer Seezug gegen die Perser. Kimon fährt mit 200 Schiffen nach Cypern, sendet 60 davon nach Ägypten, stirbt aber während der Belagerung von Kition an einer Krankheit. Seine Truppen erringen in der
449.
Doppelschlacht bei Salamis auf Cypern einen glänzenden Sieg über die persische (d. h. phönikisch-kilikische) Flotte und die am Lande befindlichen feindlichen Truppen, kehren dann aber nach Hause zurück. Alsbald erneut sich der Krieg in Mittel-Griechenland.
447.
Schlacht bei Koroneia; Sieg der von Athen abgefallenen Böoter. Gleich darauf Einfall eines spartanischen Heeres in Attika, um einen Aufstand auf Euböa gegen Athen zu unterstützen. Perikles bewirkt durch Bestechung des spartanischen Königs Pleistoanax den Abzug des Heeres, unterwirft darauf Euböa, ist aber zum Frieden und zum Verzicht auf die Landhegemonie bereit.
445.
Dreißigjähriger Friede zwischen Athen und Sparta.
Gegenseitige Anerkennung der peloponnesischen und der athenischen Bundesgenossenschaft.
Um diese Zeit (jedenfalls nach Kimons Tode) finden auch Friedensverhandlungen zwischen Athen und Persien statt, eine athenische Gesandtschaft unter Kallias geht nach Susa. Doch wird kein förmlicher Friede geschlossen, man begnügt sich mit stillschweigender Anerkennung des Besitzstandes. Die Athener geben Cypern auf und schicken den aufständischen Ägyptern keine weitere Hilfe. Später erzählte man von einem Kimonischen Frieden, in welchem der Perserkönig die Unabhängigkeit der kleinasiatischen Griechen anerkannt und versprochen haben soll, kein Kriegsschiff mehr ins Ägäische Meer zu schicken.
Folgen der Perserkriege: 1. Die politische Freiheit der Griechen in Asien und Europa ist gesichert gegen die Machtansprüche des persischen Despotismus. 2. Die griechische Kultur entfaltet sich zu ihrer höchsten Blüte in Gewerbtätigkeit und Handel, Kunst und Wissenschaft, besonders in Athen, während Sparta zurückbleibt.