§ 14. Holland, Luxemburg, Belgien, Dänemark, Skandinavien, Schweiz.
Das Königreich der Niederlande unter Wilhelm III. 1849 bis 1890 (vgl. S. 340 u. 363). 1873–1879 Krieg gegen den Sultan von Atschin auf Sumatra. Der Widerstand der Atschinesen erst 1895 gebrochen. 1887 Verfassungsrevision. Nach dieser folgt dem König seine Tochter Wilhelmina, bis 1898 unter Vormundschaft der Mutter Emma von Waldeck, seit 1901 mit dem Prinzen Heinrich von Mecklenburg-Schwerin vermählt. 1911 Gesetz über Alters- und Invalidenversicherung.
Das Großherzogtum Luxemburg (S. 380), seit 1842 im deutschen Zollverein, kommt 1890 durch männliche Erbfolge an Adolf, den früheren Herzog von Nassau (S. 379). Ihm folgt 1905 sein Sohn Wilhelm, der letzte männliche erbberechtigte Oranier. Regentin die Großherzogin Maria Anna von Braganza. Thronerbin: Prinzessin Marie (kath.).
Belgien unter Leopold II. (1865–1909, s. S. 350) in friedlicher Entwickelung als Industriestaat, doch nicht ohne Parteikämpfe (Liberale und Klerikale) und Arbeiterunruhen.
1884–1885.
Nov. Febr.
Konferenz zu Berlin unter Vorsitz des Fürsten Bismarck über das durch Stanleys Reise 1876 bis 1877 erschlossene Kongo-Gebiet. Ein neutraler Kongostaat wird gegründet unter der Oberhoheit Leopolds II., Königs der Belgier.
1908.
Der Kongostaat wird Kolonialgebiet des Königreichs Belgien.
1909-x.
König Albert I. Neffe Leopolds II. (S. 352). Gemahlin Elisabeth, Herzogin in Bayern.