Eine Proklamation Lincolns erklärt alle Sklaven der Südstaaten für frei. Der Südstaatengeneral Lee siegt bei Fredericksburg (Virginia), überschreitet den Grenzfluß Potomac, wird aber bei Gettysburg in Pennsylvanien zurückgeschlagen.
1864.
Der Nordstaatengeneral Grant kämpft gegen Lee in der Wilderness und bei Spotsylvania, belagert ihn dann in der starken Stellung zwischen den Festungen Richmond und Petersburg. Ein zweites Heer der Nordstaaten unter Sherman siegt bei Atlanta im Staate Georgia, dringt bis zur Küste vor nach Savannah, zieht im Frühjahr 1865 gegen Petersburg heran.
1865. April.
General Lee räumt Richmond und Petersburg, kapituliert mit 26000 Mann, bald darauf ergeben sich auch die übrigen Truppen der Südstaaten. Die Union bleibt erhalten, doch fügen die Südstaaten sich nicht bedingungslos.
Präsident Lincoln, der umsichtige Leiter der Union, wird von einem Anhänger der Südstaaten ermordet (14. April); sein Nachfolger Johnson zeigt sich nachgiebiger in der Sklavenfrage und gerät deshalb in Konflikt mit dem Kongreß, welcher die Aufhebung der Sklaverei im ganzen Unionsgebiet als Gesetz verkündet und den Negern Bürgerrecht und Stimmrecht verleiht. Daraus ergeben sich Übelstände, die zur Folge haben, daß unter dem Präsidenten Grant (1869–1877) die Südstaaten in mancher Hinsicht noch unter der Diktatur des Kongresses bleiben.
Aussöhnung erst unter Präsident Hayes (1877–1881), der auch die bei großer Steigerung des Handelsreichtums eingerissene Bestechlichkeit und Ämterjagd bekämpft, unterstützt von dem Deutschen Karl Schurz als Minister des Innern. Sein Nachfolger Garfield, der diese Bestrebungen weiterführt, wird nach wenigen Monaten ermordet (1881).
1867.
Erwerbung des russischen Amerika (Alaska) für 7200000 Dollar.
1869.