Georg Wilhelm, geleitet von dem kaiserlich gesinnten Grafen Adam v. Schwarzenberg. Furchtbare Zerrüttung des Landes im Dreißigjährigen Kriege. Jägerndorf von Kaiser Ferdinand II. eingezogen (S. 280 f.). Gustav Adolf mit der Schwester des Kurfürsten vermählt, zwingt ihn zum Bündnis 1631 (S. 256). Brandenburg tritt dem Prager Frieden bei 1635 (S. 258).
1637.
Erlöschen des pommerschen Herzogshauses. Brandenburg kann trotz kaiserlicher Hilfe sein Erbrecht auf Pommern gegen die Schweden nicht durchsetzen.
1640–1688.
Friedrich Wilhelm der Große Kurfürst erhebt den brandenburgisch-preußischen Staat zu einer europäischen Macht, begründet durch Einschränkung der Rechte der Landstände die unbeschränkte Monarchie (s. auch S. 265).
Als Kurprinz hatte er in den Niederlanden (1634–1638) Staatsverwaltung und Kriegskunst gelernt. Er schützt sein Land durch Waffenstillstandsverträge mit den Schweden, sorgt für den Ackerbau, begründet ein stehendes Heer (miles perpetuus). Seine Gemahlin Luise Henriette von Oranien (s. S. 244).
1648.
Erwerbungen im Westfälischen Frieden: Hinterpommern, Halberstadt, Minden, Magdeburg (s. S. 260). Magdeburg zunächst noch im Besitz des Administrators August von Sachsen, wird 1666 besetzt (der Bürgermeister Otto von Guericke). Postverbindung zwischen den getrennten Landesteilen eingerichtet, ohne Rücksicht auf das Reichspostprivilegium der Fürsten von Thurn und Taxis. Ordnung der Steuern, Accise für die Städte eingeführt. Universität Duisburg 1655 gegründet (1818 aufgehoben), Bibliothek im Schlosse zu Berlin. Friedrich-Wilhelms-Kanal zwischen Oder und Spree 1662–1668 erbaut.
1656.
Sieg bei Warschau über die Polen, im Bunde mit Schweden (s. S. 267).