[11] Nach der Berechnung des alexandrinischen Gelehrten Eratosthĕnes ist die Zerstörung Trojas 1184 v. Chr. zu setzen.

[12] Die nähere Kenntnis dieses griechischen Nationalheiligtums verdanken wir den Ausgrabungen, welche auf Veranstaltung des Deutschen Reiches 1875–81 unter Leitung von E. Curtius daselbst angestellt worden sind.

[13] Attisches Münzwesen: Kleinste Silbermünze der Obŏlos (13 Pf.); 6 Obolen = l Drachme; größere Silbermünze das Tetradrachmon. Gepräge: Pallaskopf, auf der Rückseite Eule und Ölzweig. Goldmünze der Stater, entsprechend dem persischen Dareikos = 20 Drachmen. Größere Summen werden nach Minen zu 100 Drachmen und Talenten berechnet; ein Talent = 6000 Drachmen = 4715 Mark unseres Geldes.

[14] Von dem nach Delphi geweihten goldnen Dreifuß ist das eherne Untergestell erhalten (1856 in Konstantinopel ausgegraben), drei sich umeinander windende Schlangen, darauf die Inschrift, welche die Namen der gegen die Perser verbündeten griechischen Staaten enthält (Thukyd. I, 132).

[15] Die erhaltenen Reste derselben seit 1816 (Lord Elgin) im Britischen Museum zu London.

[16] Die Gemeinde von Epidamnos (späterer Name Dyrrhachium), bedrängt von den aus der Stadt vertriebenen, mit den illyrischen Barbaren verbündeten Adligen, bittet die Mutterstadt Kerkyra vergebens um Hilfe, erhält aber Beistand von Korinth, der Mutterstadt Kerkyras. Deswegen nehmen die Kerkyräer für die aus Epidamnos Vertriebenen Partei, besiegen die Korinther bei Aktion (Actium, 434) und nehmen Epidamnos ein. Korinth und Kerkyra bewerben sich beide um athenische Hilfe.

[17] Seit dieser Zeit wurde es üblich, nach persischer Sitte das Bildnis des Königs auf die Münzen zu prägen. Auf den Münzen Alexanders d. Gr. erscheinen noch nach dem älteren Brauch Götterbilder (Zeus, Athene, Herakles).

[18] Die Bedeutung der Stadt Pergamon bis in die römische Kaiserzeit hinein ist durch die von K. Humann 1870–1886 unternommenen Ausgrabungen in helles Licht getreten. Der von Eumenes II. nach einem abermaligen Siege über die Galater errichtete Zeusaltar war mit Skulpturen geschmückt, welche den Kampf der hellenischen Götter gegen die Giganten darstellen (jetzt im Museum zu Berlin).

[19] Der Name herzuleiten von vitulus = Rinderland, vgl. Böotien.

[20] Römisches Münzwesen: Anfänglich schweres Kupfergeld, 1 As = 1 Pfund Kupfer; seit 268 v. Chr. Silbergeld: Sestertius = 2½ As, Denarius = 10 As; seit 217 v. Chr. Goldmünzen zu 20–100 Sestertien. Nach öfterem Sinken des Münzfußes war seit 217 v. Chr. der Wert des Sestertius 17½ Pf., des Denarius 70 Pf. unseres Geldes, also 100000 As = 7000 Mark. Gepräge der ältesten Kupfermünzen: Vorderteil eines Schiffes und Januskopf; Gepräge der späteren Münzen: Kopf der Göttin Roma, Victoria auf dem Zweigespann. Mit Cäsar beginnt die Sitte, den Kopf des Herrschers auf die Münzen zu prägen, nach griechischem Vorbilde, s. S. 64.