die wegen Benutzung des dem delphischen Gotte geweihten Landes von Kirrha (s. S. 33) von den Amphiktyonen zu einer hohen Geldstrafe verurteilt waren. Die Thebaner übernehmen die Eintreibung dieser Geldstrafe, die Phokier aber bemächtigen sich der Schätze des delphischen Tempels, verstärken sich durch Söldner und verteidigen sich längere Zeit mit Erfolg.
352.
Onomarchos, Feldherr der Phokier, fällt in Thessalien im Kampfe gegen Philipp, welcher von den mit Theben verbündeten Thessălern zu Hilfe gerufen war. Ein athenisches Heer hindert durch Besetzung des Passes von Thermopy̆lä Philipp am Einmarsch in Mittel-Griechenland; die Phokier behaupten sich noch weiter.
Philipp wendet sich wieder nach Thrakien und greift Olynth an. Demosthĕnes, seit 351 (erste Philippika) Führer des nationalen Widerstandes gegen die drohende makedonische Macht, veranlaßt Hilfssendungen der Athener nach Olynth.
348.
Philipp erobert Olynth
durch Verrat, zerstört diese Stadt sowie eine große Zahl kleinerer Orte auf der Halbinsel Chalkidike und verkauft die Einwohner als Sklaven.
346.
Friede zwischen Philipp und den Athenern auf Antrag des Philokrătes. Demosthenes und Äschines Gesandte an Philipp. Dieser zieht, abermals von den Thessalern und Thebanern zu Hilfe gerufen, nach Phokis und gewährt dem phokischen Feldherrn Phalaikos und seinen Söldnern freien Abzug.
346.