339–338.
(Dritter) Heiliger Krieg gegen Amphissa, nachdem die Amphiktyonen, auf Veranstaltung des von Philipp bestochenen Äschines, die Lŏkrer von Amphissa wegen Aneignung eines dem delphischen Gotte geheiligten Ackers in Strafe genommen hatten. Philipp, von den Amphiktyonen mit der Ausführung des Beschlusses beauftragt, besetzt die Stadt Elateia, welche den Zugang zu Böotien beherrscht. Große Bestürzung in Griechenland. Die Athener rüsten Flotte und Landheer; Demosthenes bringt ein Bündnis mit Theben zustande. Philipp zerstört Amphissa und besiegt die verbündeten Athener, Thebaner, Phokier, Korinther, Achäer in der
338. (Aug.)
Schlacht bei Chaironeia.
Sein Sohn Alexander entscheidet die Schlacht durch Vernichtung der heiligen Schar der Thebaner. Philipp straft die Thebaner hart (Aufhebung der Hegemonie über Böotien, Rückkehr der Verbannten, makedonische Besatzung in der Burg Kadmeia); den Athenern bewilligt er einen günstigen Frieden. Er rückt in die Peloponnes ein, nimmt den Spartanern einen großen Teil ihres Gebietes und gibt es den Messeniern, Argivern und Arkadern.
Makedonische Hegemonie. Auf einer Nationalversammlung zu Korinth, an der nur die Spartaner nicht teilnehmen, läßt sich Philipp zum unumschränkten Heerführer der Griechen gegen die Perser wählen. Im übrigen behalten die griechischen Staaten ihre Selbständigkeit; eine Bundesversammlung (Synedrion) zu Korinth soll ihre Streitigkeiten schlichten.
§ 6. Alexander der Große.
Philipp, der bereits Truppen nach Asien gesandt hat, um den Krieg gegen die Perser zu beginnen, wird 336 von Pausanias, einem seiner Leibwächter, ermordet. Ihm folgt sein von Aristotĕles gebildeter zwanzigjähriger Sohn
336–323.
Alexander der Große.