Lamischer Krieg.
Die Hellenen kämpfen anfangs glücklich unter Leosthĕnes und schließen Antipăter in Lamia ein, doch wird er durch ein von Leonnātos herangeführtes Entsatzheer befreit. Auch Kratĕros mit den Veteranen Alexanders kommt ihm zu Hilfe; beide vereinigt siegen bei Krannon in Thessalien (322). Das griechische Heer zerstreut sich, die Staaten unterwerfen sich einzeln. Die Athener müssen eine makedonische Besatzung in Munychia aufnehmen und die demokratische Verfassung beschränken (Phokion und Demādes an der Spitze des Staats), das Bürgerrecht wird an einen Census geknüpft. Demosthenes flüchtig, nimmt auf der Insel Kalaurĭa (an der Küste von Argŏlis) Gift (322).
§ 7. Hellenistische Zeit.
323–301.
Kämpfe der Diadochen (Nachfolger Alexanders).
Diese langen und verwickelten Kämpfe, die unmittelbar nach Alexanders Tode ausbrechen, zerstören das kaum gegründete makedonisch-persische Weltreich, führen aber das von Alexander begonnene Werk der Hellenisierung des Orients, der Ausbreitung griechischer Kultur und Sprache, in anderer Weise erfolgreich weiter.
Perdikkas wird 323 zum Reichsverweser ernannt für die regierungsunfähigen »Könige«, Alexanders Halbbruder Philipp Arrhidaios († 317) und seinen nachgeborenen Sohn von der Roxane, Alexander († 311). Die Verwaltung Makedoniens und seiner Nebenländer führen Antipăter und Kratĕros. Auch die übrigen Feldherren erhalten Statthalterschaften, namentlich Ptolemaios: Ägypten; Antigŏnos: Groß-Phrygien, Pamphylien und Lykien; Eumĕnes, Alexanders Geheimschreiber: Paphlagonien und Kappadokien, die er noch erobern soll; Leonnātos († 322): das hellespontische Phrygien; Lysimachos: Thrakien. Der Plan des Perdikkas, sich selbst zum Könige zu machen, bewirkt ein Bündnis der meisten übrigen Feldherren gegen ihn; er wird auf einem Zuge gegen Ptolemaios von seinen eigenen Truppen getötet.
321.
Antipăter Reichsverweser, neue Verteilung der Statthalterschaften, wobei namentlich Seleukos die Satrapie Babylon erhält. Krieg zwischen Antigŏnos und Eumĕnes.
319.