Auflösung des latinischen Bundes. Den latinischen Städten wird gegenseitiges Commercium und Conubium untersagt, sie müssen einzeln mit Rom Verträge schließen und Land abtreten (so Tibur und Praeneste); einige erhalten römisches Bürgerrecht (so Lanuvium und Aricia). Die Volskerstadt Antium wird römische Kolonie; mit den Schnäbeln der erbeuteten Schiffe dieser Stadt wird die Rednerbühne auf dem Forum Romanum geziert (daher rostra genannt). Capua und andere Städte Campaniens erhalten römisches Bürgerrecht ohne Stimmrecht.
Bald jedoch wird den nunmehr abhängigen Latinern Anteil an den römischen Eroberungen gewährt; Cales und Fregellae werden als latinische Kolonien eingerichtet.
326–304.
Zweiter Samnitenkrieg.
Veranlassung: Übergriffe der Römer am Liris, namentlich die Einrichtung der Kolonie Fregellae; ferner die Besetzung der Griechenstadt Palaeapolis (neben Neapolis) durch Q. Publilius Philo (den ersten Prokonsul).
Bündnis der Römer mit den Apŭlern und Lukanern; zum erstenmal überschreiten römische Heere den Apennin. Die Römer sind zu Anfang des Krieges im Vorteil. Aber
321.
Niederlage in den Caudinischen Pässen. Die beiden Konsuln werden, als sie der apulischen Stadt Luceria von Campanien aus zu Hilfe eilen wollen, von dem samnitischen Heerführer Gavius Pontius in den furculae Caudinae eingeschlossen und zur Ergebung genötigt. Sie beschwören einen Friedensvertrag; 600 römische Ritter bleiben als Geiseln zurück, das Heer darf unter dem Joch abziehen. Der römische Senat verweigert die Anerkennung dieses Vertrages und liefert die Konsuln den Samniten aus, welche sie nicht annehmen.
Die Samniten erobern Luceria und Fregellae. Durch äußerste Kraftanstrengung gewinnen die Römer wieder die Oberhand. Im Jahre 319 soll der Konsul L. Papirius Cursor Luceria wiedererobert, die römischen Geiseln befreit und die samnitische Besatzung unter das Joch geschickt haben; 314 wird Luceria römische Kolonie.
312.