in welchem Rom als Vorort der mittelitalischen Westküste erscheint.
§ 3. Unterwerfung Italiens.
343–341.
Erster Samnitenkrieg.
Veranlassung: Die Sidicīner in Teānum und die Campāner in Capua, beide Nachkommen ausgewanderter samnitischer Volksstämme, suchen Schutz bei den Römern gegen ihre eigenen Stammgenossen, die Samniten des Gebirges, welche in dem eigentlichen Samnium eine Eidgenossenschaft bildeten und von dort aus in immer neuen Schwärmen die Ebene (Campania) brandschatzten.
Nach römischer Überlieferung erfechten die Römer drei Siege, doch wird ein Vergleich geschlossen, welcher den Römern Capua, den Samniten Teanum überliefert. Die Samniten werden zu diesem Vergleiche bestimmt durch einen Krieg mit Tarent, die Römer durch den
340–338.
Krieg der Latiner,
welche sich gegen Roms Hegemonie auflehnen und vollständige Gleichstellung mit den Römern verlangen: ein Konsul und der halbe Senat sollen Latiner sein. Capua und die Volsker mit den Latinern verbündet, die Samniten mit den Römern.
Kampf in Campanien; der Konsul T. Manlius Torquatus läßt seinen Sohn hinrichten, weil er dem Verbot zuwider sich in einen Zweikampf eingelassen, und siegt, von den Samniten unterstützt, in einer Schlacht unweit des Vesuv; Opfertod des andern Konsuls P. Decius Mus. Entscheidungsschlacht bei Trifanum unweit Minturnae, Sieg des Manlius über die Latiner und Campaner.