218. (Sept.)

Reitertreffen am Ticinus, linkem Nebenfluß des Po. Scipio verwundet, wird durch seinen 17jährigen Sohn, den späteren »Africanus«, gerettet. Verstärkt durch aufständische Gallier (S 89), schlägt Hannibal in der

218. (Dez.)

Schlacht an der Trebia (rechtem Nebenfluß des Po) den andern Konsul Tib. Sempronius Longus, der, aus Sicilien zurückberufen, die beiden vereinigten römischen Heere befehligte.

Hannibal befördert den nationalen Aufstand der cisalpinischen Gallier, entläßt alle gefangenen römischen Bundesgenossen, überschreitet den Apennin und vernichtet ein römisches Heer von 30000 Mann unter dem Konsul C. Flaminius in der

217.

Schlacht am Trasimenischen See. Schrecken in Rom; man rüstet sich aber zur Verteidigung der Stadt. Q. Fabius Maximus zum Dictator ernannt. Hannibal wendet sich nach Osten, um den Abfall der römischen Bundesgenossen allgemein zu machen, zieht durch Picenum nach Apulien. Fabius folgt ihm in gemessener Entfernung, eine Schlacht vermeidend (daher Cunctator, der Zauderer, genannt). Als Hannibal, wieder den Apennin überschreitend, nach Campanien vordringt, hindert Fabius ihn nicht an der Plünderung der reichen Landschaft, verlegt ihm aber den Rückweg bei Casilīnum am Volturnus. Hannibal gewinnt durch eine List freie Bahn und kehrt nach Apulien zurück.

Die römische Bürgerschaft, mit Fabius’ Kriegführung unzufrieden, gibt dem magister equitum M. Minucius, der bei Gerunium glückliche Gefechte gegen die Karthager besteht, als zweitem Dictator einen unabhängigen Oberbefehl über die Hälfte des Heeres. Er greift Hannibal an, wird geschlagen und nur durch Fabius vor vollständiger Vernichtung gerettet.

Zu Konsuln des Jahres 216 werden der als Feldherr bewährte L. Aemilius Paullus von der Optimatenpartei und der unfähige C. Terentius Varro von der Volkspartei erwählt, um mit einem Heere von 86000 Römern und Bundesgenossen Hannibal zu vernichten. Varro greift an dem Tage, wo er den Oberbefehl hat, unvorsichtig an.

216.