»Sie wollen die erschlichene Gewalt mißbrauchen!« rief James erhitzt.

»Mein Sohn, bedenke, wo du bist!« mischte sich Münzner besorgt ein: »und Sie, meine Väter und Obern, vergeben Sie dem unbesonnenen jungen Manne, der ein schnelles Urtheil spricht.«

»Das soll ihm übel bekommen!« sagte der Rector aufgebracht: »Des Provincials Nachrichten aus Deutschland reden von dem widerspenstigen Engländer, der seine Pflicht umgehen möchte. Das Provinzialat wird ihm hier sein Urtheil sprechen.«

»Unglücklicher!« seufzte Münzner, James Hand fassend: »siehst du? meine Ahnung!«

»Mein Urtheil!« fuhr James auf: »Was habe ich Ihnen, was dem Orden gethan?«

»Du hast viel gekostet, und unsere Erwartungen betrügen wollen,« antwortete der Consultador mit harter Stimme: »du hast schwere Buße verwirkt, und nur Nachgiebigkeit kann dir einen würdigern Platz in unsern Häusern erwerben.«

»Nimmermehr!« entgegnete James: »Dieses unschuldige Lamm soll geopfert werden, und ich nicht minder? Machen Sie mich zu Ihrem Sklaven, aber nicht zu ihrem Bruder!«

»Welche freche Sprache?« polterte der Rector.

»Sie soll ihm vergehen,« sagte der Consultador: »die Bußkammer zu Cordova soll ihn zahmer machen. Für's Erste, Bursche, verlässest du diese Doctrina nicht. Wie für die Sennora, haften mir Pfarrer und Regidor für dich.« James knirschte. Münzner trat besänftigend vor ihn, und sagte zu dem unwilligen Herrn von Cordova: »Schonen Sie ihn um seines Jähzorns willen! Es wird sich Alles legen. Ich bürge, daß Sie ihn ruhiger hier wieder finden.«

»Wer bürgt uns denn für Sie, Pater Xaver?« fragte der Consultador höhnisch: »Ihr Schicksal habe ich in der Tasche. Ihr Provincial reklamirt Sie. Sie werden ungesäumt nach Europa zurückkehren, um sich vor ihm über den Ausschlag Ihrer Mission daselbst zu verantworten. Sie sind wichtiger Punkte angeklagt.«