Der Entkräftete warf einen muthigen Blick auf den Bewaffneten, schloß dann die Augen, und erwartete den Streich.
Dieses Benehmen machte die Hand Vereiras sinken. — »Wer bist du? wie kömmst du hieher?« — fragte er milder, und winkte den Schützen, die nachdrangen, ferne zu bleiben.
Der Fremde antwortete in schlechtem Portugiesischem: »Ich bin Soldat ..... will's nicht mehr sein, ... lieber sterben!« —
»So? was hat man dir gethan? woher kömmst du?«
»Von la Guasta. Heute war unser Detachement abgelöst, und auf dem Rückmarsche, noch unfern von dem Wachthause, mißhandelte mich der Knabe, der Fähndrich. Ich warf ihn zu Boden — entfloh, — hier bin ich. Tödtet mich, liefert mich aber nicht aus.«
»Du sprichst wie ein Mann; du bist auch einer und doch kein Portugiese, wie ich vernehme.«
»Ich bin ein Fremder. Ein elender Seelenverkäufer hat mich in diese Gegend gebracht. Ein portugiesischer Kaper bemächtigte sich unsers Schiffs und verhandelte mich an die Soldateska auf der Küste von Fernambuk; diese sendete mich weiter in das Land. Nie fand ich Gelegenheit zu entkommen, als heute auf's Aeußerste getrieben.«
»Wohin wolltest du?«
»Ich weiß nicht Weg noch Steg. Lieber in den Tod, als zurück.«
»Recht. Du weißt nicht, wer ich bin, wer jene Leute sind, die mir folgen?«