Achter Brief.

Unannehmlichkeiten, die mit einer noch neuen Ansiedlung verbunden sind. — Schwierigkeit, Nahrungsmittel und andre nöthige Artikel zu erlangen. — Schneesturm und Orkan. — Indianischer Sommer und Eintritt des Winters. — Verfahren bei Lichtung des Bodens.

November 20, 1832.

Unser Log-Haus ist jetzt zwar noch nicht fertig, schreitet aber seiner Vollendung rasch entgegen. Wir wohnen immer noch unter S— gastlichem Hause, da dies die erste Ansiedlung auf ihrem Boden ist, so haben sie, gleich allen übrigen Ansiedlern in den Urwäldern, im laufenden Jahre noch mancher Schwierigkeit zu begegnen. Sie besitzen ein schönes, trefflich gelegnes Stück Land; und S— lacht zu den gegenwärtigen Entbehrungen, welchen er einen heitern Muth und eine Entschlossenheit entgegengesetzt, die ganz geeignet sind, über jede Schwierigkeit zu siegen. Sie sind jetzt im Begriff, ein größeres und bequemeres Haus zu beziehen, welches in diesem Herbste (fall) erbaut ist, und werden uns die einstweilige Benutzung des alten bis zur Vollendung unsers eignen überlassen.

Wir fangen bereits an, uns mit unserm Robinson-Leben zu versöhnen, und der Gedanke, daß die gegenwärtigen Uebel blos vorübergehend sind, läßt uns frohen Muthes jedem Hinderniß trotzen.

Eine der größten Unannehmlichkeiten, womit wir zu kämpfen haben, beruht auf der schlechten Beschaffenheit der Straßen, und unsrer großen Entfernung von jedem Dorfe und jeder Stadt, woher wir unsre Bedürfnisse beziehen. Bis dahin, wo wir unser eignes Getreide erbauen und unser eignen Schweine, Schafe und Federvieh werden mästen können, müssen wir alle Nahrungsmittel von den Vorrathshändlern kaufen, wozu noch kommt, daß die Herbeischaffung derselben mit beträchtlichen Unkosten und Zeitverlust verbunden ist, da der Transport auf unsern trefflichen Buschstraßen geschieht, die, um mich der Worte einer armen Irländerin zu bedienen, nicht schlechter sein können. »Ach Madam,« sagte sie, »die sind wahrlich schlecht genug und können nicht schlechter sein, sie sind wahrlich nicht so ilgant (elegant) als unsre Straßen in Irland.«

Bestellen wir mehre Gewürze zu gleicher Zeit und lassen dieselben mit der nächsten Gelegenheit von Ort und Stelle abgehen, so finden wir, wenn der Wagen anlangt, bei Untersuchung unsrer Vorräthe, Reis, Zucker, Korinthen, Pfeffer und Senf alles zu einem Chaos durcheinander gewirrt. Was meinen Sie zu einem Reis-Pudding, das tüchtig mit Pfeffer und vielleicht auch mit etwas Rappee und dergleichen, um die Sauce piquanter zu machen, durchwürzt ist. Ich denke das Recept würde in Cook's Oracle oder Mrs. Dalgairn's Practice of Cookery[33] unter dem originellen Titel: Busch-Pudding, Figur machen.