[37] Guter, richtig bereiteter Ahorn-Zucker hat mit jenem gepulverten Zucker, den alle Gewürzkrämer als einen trefflichen Artikel zur Versüßung des Kaffees verkaufen, große Aehnlichkeit.


Elfter Brief.

Welche Emigranten für Canada passen. — Eigenschaften, die man besitzen muß, um eines günstigen Erfolgs gewiß zu sein. — Capital-Anlage. — Welche Artikel man wo möglich mit sich bringen muß. — Eigenschaften und Beschäftigungen einer Ansiedler-Familie. — Mangel an Geduld und Energie bei einigen Frauen. — Besorgung der Milchwirthschaft. — Käse. — Indianisches Korn; seine Cultur. — Kartoffeln. — Arbeitslöhne.

August, 2, 1833.

Die mancherlei Fragen, auf die Sie meine Aufmerksamkeit vorzüglich gerichtet wissen wollen, will ich, so gut es mir möglich ist, zu beantworten suchen, doch muß ich zu gleicher Zeit erinnern, daß Kürze im Briefschreiben eben keine meiner Haupttugenden ist. Sollte ich in Schilderung einfacher Thatsachen zu weitläufig werden, so müssen sie mit meiner Schwäche Nachsicht haben und es meiner weiblichen Schwatzlust zu Gute rechnen, und sollte Ihr Auge dabei ermüden, so bleiben wenigstens Ihre Ohren verschont.

Ich will Ihre Fragen in derselben Ordnung beantworten, wie Sie dieselben an mich gerichtet haben. Zunächst wünschen Sie zu wissen, welche Art von Leuten sich am besten zu Busch-Ansiedlern schickt.

Hierauf erwiedre ich ohne Anstand: — Die armen, an harte Arbeit gewohnten mäßigen Bauern, die sich durch Fleiß und Thätigkeit auszeichnen und für eine große Familie zu sorgen, und einen lobenswerthen Abscheu vor Arbeitshäusern und Bettelvoigten haben; damit überwinden sie alle Mühseligkeiten und Entbehrungen, die mit einer ersten Ansiedlung in den Urwäldern verbunden sind, und gelangen in kurzer Zeit zu einer ehrenvollen Unabhängigkeit, frei von Mangel — aber nicht von Arbeit und Betriebsamkeit. Handwerker jeder Art werden in den Dorf-Städten (Village-towns) und seit langer Zeit gelichteten Distrikten besser bezahlt, als blose Buschsiedler.

»Welche eignen sich zunächst am besten zur Auswandrung?«