[125] s. den Anhang (Übers. p. 201 und 206) zu dem Buche über Corallen-Riffe. Die Thatsache, dasz das Meer Schlamm um einen untermeerischen Kern anhäuft, verdient die Beachtung der Geologen: denn es werden hierdurch im Meere auszen liegende Bänke von derselben Zusammensetzung wie die Küstenbänke gebildet; und wenn dann beide emporgehoben und zu Klippen ausgewaschen werden, würde man natürlich meinen, dasz sie früher einmal im Zusammenhang gestanden hätten.
[126] Chlorophaeit, welcher von MacCulloch (Western Islands, Vol. I. p. 504) als in einem basaltischen Mandelstein vorkommend geschildert wird, weicht von dieser Substanz dadurch ab, dasz er vor dem Löthrohr unverändert bleibt und sich schwärzt, wenn er der Luft ausgesetzt wird. Dürfen wir annehmen, dasz Olivin beim Erleiden jener merkwürdigen, von S. Jago beschriebenen Veränderung mehrere Stufen durchläuft?
[127] Es möchte fast scheinen, als wären irgend welche Veränderungen gegenwärtig in Ralph Bay im Fortschreiten; denn ein intelligenter Farmer versicherte mir, dasz früher Austern sehr reichlich in ihr vorhanden gewesen wären, dasz sie aber um das Jahr 1834 ohne irgend eine augenscheinliche Ursache verschwunden wären. In den Transactions der Maryland Academy (Vol. I. P. I. p. 28) findet sich ein Bericht von Ducatel über ungeheure Lager von Austern und Klaffmuscheln, welche durch das allmähliche Auffüllen der engen Lagunen und Canäle an den Ufern der südlichen Vereinigten Staaten zerstört worden sind. Auf Chiloë in Süd-America hörte ich von einem ähnlichen Verlust, den die Einwohner durch das Verschwinden einer eszbaren Species von Ascidien von einem Theile der Küste erlitten haben.
[128] Proceedings of the Geological Society, Vol. III. p. 420.
[129] Ich will hier ein Verzeichnis der Gesteinsarten geben, welche ich in der Nähe der Bay of Islands in Neu-Seeland gefunden habe: – 1. Viel basaltische Lava und schlackenförmige Gesteine, distincte Cratere bildend; – 2. einen thurmartigen Hügel mit horizontalen Schichten eines fleischfarbigen Kalkes, welcher beim Zerbrechen deutliche krystallinische Facetten zeigte: der Regen hat auf dies Gestein in einer merkwürdigen Art eingewirkt, indem er die Oberfläche zu einem Miniatur-Modell einer Alpen-Landschaft corrodirte: ich beobachtete hier Lagen von Hornstein und von Thoneisenstein und im Bette eines Flusses Geschiebe von Thonschiefer; – 3. die Ufer der Bay of Islands werden von einem feldspathigen Gestein von einer bläulich-grauen Färbung gebildet, das häufig stark zersetzt ist, einen winkligen Bruch hat und von zahlreichen eisenhaltigen Bändern durchsetzt wird, aber ohne deutliche Stratification oder Spaltung. Manche Varietäten sind in hohem Grade krystallinisch und würden sofort für Trapp erklärt werden; andere waren in auffallender Weise Thonschiefer ähnlich, der leicht durch Hitze verändert ist; ich bin nicht im Stande gewesen, mir irgend eine bestimmte Ansicht über diese Formation zu bilden.
[130] Geographical Journal, Vol. XI. p. 202, 205.
[131] Ich besuchte diesen Berg in Gesellschaft des Capt. Fitz Roy und wir kamen beide zu einem ähnlichen Schlusse in Bezug auf diese sich verästelnden Körper.
[132] Ich nehme diesen Ausdruck an aus Lieut. Nelson's ausgezeichnetem Aufsatze über die Bermuda-Inseln (Geolog. Transactions, Vol. V. p. 106) für den harten, compacten, rahmfarbigen oder braunen Stein ohne irgend welche krystallinische Structur, welcher so häufig oberflächliche kalkige Anhäufungen begleitet. Ich habe derartige oberflächliche, mit substalagmitischem Gestein bedeckte Schichten am Cap der Guten Hoffnung, in mehreren Theilen von Chile und über weite Räume in La Plata und Patagonien beobachtet. Einige von diesen Schichten sind aus zerfallenen Muscheln gebildet worden, aber der Ursprung der Mehrzahl derselben ist ziemlich dunkel. Die Ursachen, welche es bestimmen, dasz Wasser Kalk auflöst und denselben bald wieder niederschlägt, sind, wie ich meine, nicht bekannt. Die Oberfläche der substalagmitischen Schichten erscheint immer vom Regenwasser corrodirt. Da sämmtliche obengenannten Länder eine, im Vergleich zur Regenzeit lange trockene Jahreszeit haben, so würde ich geglaubt haben, dasz das Vorhandensein des substalagmitischen Gesteins mit dem Clima im Zusammenhang stehe, hätte nicht Lieut. Nelson gefunden, dasz sich diese Substanz unter Seewasser bildet. Zerkleinerte Schalensubstanz scheint äuszerst löslich zu sein; hiervon fand ich einen deutlichen Beweis an einem merkwürdigen Gestein bei Coquimbo in Chile, welches aus kleinen, durchscheinenden, leeren, mit einander verkitteten Hülsen bestand. Eine Reihe von Exemplaren zeigte deutlich, dasz diese Hülsen ursprünglich kleine abgerundete Schalenstückchen enthalten hatten, welche von kalkiger Substanz umhüllt und mit einander verkittet waren (wie es häufig an Strandbildungen vorkommt), später dann zerfallen und von Wasser aufgelöst worden waren, welches durch die kalkigen Hülsen durchgedrungen sein musz, ohne sie zu corrodiren, von welchem Vorgange jede einzelne Stufe zu sehen war.
[133] s. Péron's Reisen, Tom. I. p. 204.
[134] Dr. J. Macaulay hat die Abgüsse von Madeira ausführlich beschrieben (Edinburgh New Philos. Journal, Vol. XXIX, p. 350). Er betrachtet (verschieden von Mr. Smith von Jordan Hill) diese Körper als Corallen und hält die kalkige Ablagerung für unter Wasser entstanden. Seine Gründe stützen sich hauptsächlich (denn seine Bemerkungen über die Structur derselben sind sehr unbestimmt) auf die grosze Menge kalkiger Substanz und darauf, dasz die Abgüsse thierische Substanz enthalten, wie es sich aus der Entwickelung von Ammoniak aus ihnen ergibt. Hätte Dr. Macaulay die ungeheuren Massen abgerollter Stückchen von Muscheln und Corallen am Strande von Ascension und besonders an Corallen-Riffen gesehen, und hätte er über die Wirkungen lange anhaltender, mäsziger Winde in Bezug auf das Antreiben feiner Stückchen nachgedacht, so würde er kaum das Moment der Menge betont haben, welches in der Geologie selten zuverlässig ist. Wenn die kalkige Substanz aus zerfallenen Muscheln und Corallen herrührt, so hätte sich das Vorhandensein von thierischer Substanz erwarten lassen. Mr. Anderson hat für Dr. Macaulay ein Stück eines Abgusses analysirt und folgende Zusammensetzung gefunden: