Es wurden keine deutlichen Beweise für das Vorhandensein knospentragender Bläschen beobachtet; aber an einem Exemplar, von welchem anzunehmen war, dasz es Eindrücke dieser Species enthielt, waren gelegentlich in der Nähe der Mündungen halbkuglige Abgüsse zu entdecken, welche an der Oberfläche vollkommen abgerundet und offenbar ohne unmittelbaren Zusammenhang mit dem Innern der Zellen waren und von denen vermuthet wurde, dasz sie diese Bläschen darstellen. Fenestella internata scheint ein auszerordentlich reichlich vorkommendes Fossil zu sein; eine nahezu acht Zoll lange und sechs Zoll breite Platte war auf beiden Seiten mit Fragmenten davon bedeckt, und zahlreiche kleinere Exemplare kommen noch in der Sammlung vor. Die Matrix ist hauptsächlich ein grober, grauer, kalkiger Schiefer, ist aber zuweilen ein splinterigor Kalkstein, oder ein harter, rostfarbener oder hell gefärbter Thonstein.

3. Fenestella fossula sp. n.

Becherförmig; zellentragende Oberfläche innen; Zweige dichotom, schlank; Maschen oval; zwei Reihen von Zellen; quere Fortsätze nicht zellig; innere Lage der nichtzellentragenden Fläche minutiös fasrig, äuszere Lage glatt oder granuliert.

Im allgemeinen Ansehen und in Structureinzelnheiten hat diese Species eine grosze Ähnlichkeit mit Fenestella flustracea des englischen Zechsteins (magnesian limestone) (Retepora flustracea, Geolog. Transact. 2. Ser., Vol. III, Pl. XII. Fig. 8); sie weicht aber von ihr in dem eigenthümlichen, am Abgusz der zellentragenden Fläche sich darbietenden Character ab, dessen Natur bei Schilderung jener Fläche erwähnt werden wird.

Das hauptsächliche Exemplar ist ein nahezu vollständiger Becher von 1½ Zoll Höhe, ungefähr zwei Zoll quer über den breitesten comprimirten Theil messend. Es finden sich keine ausgeprägten Abweichungen des Characters, aber gelegentlich Unregelmäszigkeiten des Wachsthums, welche augenscheinlich Folge von, während der fortschreitenden Entwickelung eintretenden Zufälligkeiten sind.

Die folgenden Einzelnheiten sind Abdrücken entnommen, indem keine vollkommene Oberfläche beobachtet wurde. – Die Zweige hatten grosze Gleichförmigkeit der Dimensionen, sie schwollen an den abliegenden Punkten der Bifurcation nur sehr unbedeutend an und ihre Dicke war allem Anscheine nach ihrer Breite nahezu gleich. Der Abgusz der zellentragenden Fläche wird der Mitte entlang von einer scharfen schmalen Furche (fossula) durchzogen mit nahezu verticalen Seiten; dies ist der unterscheidende Character zwischen dieser Species und Fenestella flustracea. Die cylindrischen Abgüsse der Mündungen oder des Innern der Zellen sind auf jeder Seite der Furche in einer einfachen Reihe angeordnet, und an den Bifurcationen ist keine Zahlenzunahme deutlich wahrnehmbar. Der Mitte der Furche entlang findet sich eine Reihe von Indentationen oder minutiösen conischen Grübchen, ein bei andern Species zu bemerkender Character, besonders bei Fen. flustracea. Sie sind ganz offenbar nicht Abgüsse zelliger Mündungen, sondern solche verhältnismäszig groszer Papillen. Spuren derartiger Vorsprünge sind auch in mehreren andern Fällen beobachtet worden.

Die Mündungen der Zellen an dem äuszerst kleinen Fragment, welches solche darbietend erlangt wurde, sind grosz, rund, unbedeutend vorspringend und nicht sehr weit auseinanderliegend; an demselben kleinen Stück findet sich auch ein unvollkommener Kiel. Die Reste der nichtzelligen Fläche bieten keine Merkmale dar, welche einer Erwähnung verdienten; doch sind Andeutungen einer gestreiften und einer glatten Lage beobachtet worden.

Die zwei Exemplare, welche diese Structureinzelnheiten darboten, hatten eine Matrix von dunkelfarbigem, hartem Kalkstein.

Hemitrypa sexangula n. sp.

Netzwerk fein, sechseckig; Maschen rund in doppelten Reihen.