D. Vf.

[2] Bekanntlich kam es in der Akademie mehrmals zu heftigen Auftritten mit CUVIER, welcher die Beständigkeit der Species gegen ihn vertheidigte.

D. Übers.

[3] Nach einigen Zitaten in BRONN’S „Untersuchungen über die Entwickelungs-Gesetze“ (S. 79 u. a.) scheint es, dass der berühmte Botaniker und Paläontologe UNGER im Jahre 1852 die Meinung ausgesprochen habe, dass Arten sich entwickeln und abändern. Ebenso D’ALTON 1881 in PANDER und D’ALTON’S Werk über das fossile Riesen-Faulthier; — und ähnliche Ansichten entwickelte OKEN in seiner mystischen „Natur-Philosophie“. Nach Zitaten in GODRON’S Werk „sur l’espèce“ scheint es, dass BORY ST.-VINCENT, BURDACH, POIRET und FRIES alle eine fortwährende Erzeugung neuer Arten angenommen haben. — Ich will noch hinzufügen, dass von 33 Autoren, welche in dieser historischen Skizze als solche aufgezählt werden, die an eine Abänderung der Arten oder wenigstens nicht an getrennte Schöpfungs-Akte glauben, 28 sind, welche über spezielle Zweige der Naturgeschichte geschrieben haben, darunter 3 blosse Geologen, 10 Botaniker, 15 Zoologen; aber unter den Botanikern und Zoologen haben einige auch über Paläontologie und Geologie geschrieben.

[4] Durch „Züchtung“ werde ich den stets wiederkehrenden Englischen Ausdruck „Selection“ übertragen, welcher in gegenwärtigem Sinne auch in England nicht gebräuchlich und desshalb dort angegriffen worden ist. Richtiger wäre wohl „Auswahl zur Züchtung“ gewesen, zumal da bei der „Züchtung“ auch noch Anderes als die Auswahl der Zucht-Thiere allein in Betracht kommen kann; doch ist Diess von wohl nur untergeordnetem Interesse. Zuweilen entspricht jedoch eine Übersetzung etwa durch das neu zu bildende Wort „Zuchtwahl“ wirklich besser, insbesondere bei Übertragung des Ausdrucks „Sexual selection“.

D. Übrs.

[5] Analog mit derjenigen Erscheinung, welche in meinen Morphologischen Studien „Differenzierung der Organe“ genannt worden ist.

D. Übrs.

[6] Ich wähle das OKEN’sche Wort „Sippe“ für Genus, weil das Deutsche Wort „Geschlecht“ seiner zweifachen Bedeutung („genus“ und „sexus“) wegen hier das Verständniss nicht selten erschweren würde. Leider besitzen wir keinen ähnlichen Ausweg, der Missdeutung des ebenfalls zweisinnigen Wortes „Art“ zu entgehen, welches bald für Species und bald für das Englische „kind“ angewendet werden muss. Der Ausdruck „Gattung“ endlich wird bald für Sippe und bald für Art („was sich gattet“) gebraucht.

D. Übrs.