Derweilen kam man auf den Galgenacker. Ulenspiegel ward die Leiter hinaufgeführt und der Henker legte ihm den Strick um den Hals. Die Weiber drängten sich um den Galgen. Der Profoß war zu Roß und stützte die Rute der Gerechtigkeit, womit er auf des Kaisers Befehl das Zeichen zur Hinrichtung geben sollte, auf den Bug seines Pferdes.

Das ganze versammelte Volk schrie:

„Gnade, Gnade für Ulenspiegel!“

Ulenspiegel sagte auf seiner Leiter:

„Erbarmen, gnädiger Kaiser!“

Der Kaiser hob die Hand und sagte:

„Wenn dieser Taugenichts mich um etwas bittet, das ich nicht tun kann, so soll er mit dem Leben davonkommen.“

„Rede, Ulenspiegel“, schrie das Volk.

Und die Frauen weinten und sagten:

„Er wird um nichts bitten können, der arme Junge, denn der Kaiser vermag alles.“