„So nimm ihn,“ sagte er, „und laß ihn die Freuden Deiner Kochkunst kosten.“

La Sanginne setzte alsbald drei Blutwürste, eine Kanne Kräuterbier und einen großen Laib Brot auf den Tisch.

Dieweil Ulenspiegel aß, knabberte Lamm auch an einer Wurst.

„Weißt Du,“ fragte er, „wo unsre Seele wohnt?“

„Nein, Lamm“, sagte Ulenspiegel.

„Sie ist in unserm Magen,“ versetzte Lamm, „um ihn unablässig auszuhöhlen und in unserm Körper immerdar die Lebenskraft zu erneuern. Und welches sind die besten Gesellschafter? Das sind alle guten und feinen Gerichte, und Wein von der Maas obendrein.“

„Ja“, sagte Ulenspiegel, „Würste sind eine angenehme Gesellschaft für die einsame Seele.“

„Er will noch mehr, gib ihm noch mehr, la Sanginne“, gebot Lamm.

Sie gab Ulenspiegel diesmal Weißwürste.

Während er sich vollstopfte, ward Lamm nachdenklich und sprach: