Aber Ulenspiegel, der großen Gewinn haben wollte, erwiderte, daß sie noch nicht reif genug wären; er hatte aber ein Auge auf zwei reiche Juden geworfen, die auf dem Markte umhergingen.

„Ich möchte wohl wissen,“ sagte einer der Bürger, „was aus meinem Schiff auf See werden wird.“

„Es wird bis an den Himmel gehen, wenn die Wellen hoch genug sind“, erwiderte Ulenspiegel.

Ein anderer zeigte ihm sein hübsches Töchterlein, welches über und über rot ward, und sprach:

„Diese wird ohne Zweifel den Weg der Tugend wandeln?“

„Alles wandelt, wohin die Natur will“, versetzte Ulenspiegel, denn er hatte gesehen, wie das Mädchen einem jungen Burschen einen Schlüssel gab. Der aber, von Wohlbehagen aufgeblasen, sprach zu Ulenspiegel:

„Herr Kaufmann, gebt mir einen Eurer prophetischen Säcke, damit ich daraus ersehe, ob ich diese Nacht allein schlafen werde.“

„Es stehet geschrieben,“ gab Ulenspiegel zur Antwort, „welcher den Roggen der Verführung aussäet, der wird das Saatkorn der Hahnreischaft ernten.“

Der junge Bursche erboste sich:

„Auf wen hast Du es abgesehen?“