Ulenspiegel gedachte: „des Kopfes beraubt, gevierteilt, kleingehackt oder zum mindesten gehenkt, wird es leichter sein, gar nicht zu malen. Ich werde darauf bedacht sein.“

„Wo ist der Saal,“ fragte er den Landgrafen, „den ich mit all diesen Gemälden schmücken soll?“

„Folge mir“, sprach der Landgraf.

Und er zeigte ihm ein großes Gemach mit ganz nackten Mauern.

„Hier ist der Saal“, sagte er.

„Mir wäre es lieb,“ sprach Ulenspiegel, „wenn man vor diese Wände große Vorhänge zöge, auf daß meine Schildereien nicht möchten durch Fliegen und Staub verunglimpft werden.“

„Das soll geschehen“, sprach der Landgraf.

Nachdem die Vorhänge befestigt waren, begehrte Ulenspiegel drei Gesellen, damit sie, wie er sagte, ihm die Farben rieben. Dreißig Tage lang taten Ulenspiegel und die Gesellen nichts denn schwelgen und schlemmen und schonten der feinen Braten und alten Weine nicht; der Landgraf wachte selbst darüber.

Indessen am einunddreißigsten Tage steckte er die Nase in die Türe des Gemachs, das auf Ulenspiegels Geheiß niemand betreten sollte.

„Wohlan, Tyll,“ sprach er, „wo sind die Bilder?“