Da lachte Soetkin und fragte: „Woher kommt Dir dieser große Zorn, mein Herz?“
Aber Klas, der in tiefem Sinnen in einer Ecke Reisigbündel schnürte, sagte:
„Siehst Du nicht, daß sie in ihn vernarrt ist?“
„Ei, seht doch die durchtriebene Dirne,“ sprach Soetkin, „die mich nichts davon hat merken lassen. Ist es wahr, Liebchen, daß Du ihn möchtest?“
„Glaubet es nicht“, erwiderte Nele.
„Da wirst Du einen wackern Ehemann haben,“ sprach Klas, „mit großem Maul, leerem Bauch und langer Zunge, der die Gülden zu Hellern macht und nimmer einen Sou durch seine Arbeit verdient, der allezeit das Pflaster tritt und die Wege mit der Elle des Vaganten mißt.“
Aber Nele erwiderte, über und über rot und zornig:
„Warum habt Ihr nichts andres aus ihm gemacht?“
„Da haben wir’s, nun weint sie,“ sprach Soetkin; „schweig doch, Mann.“