Der Spittelmeister fragte sie, ob sie geheilt wären und gehen könnten.
„Ja“, antworteten sie in dem Glauben, daß einer von ihnen im Hofe verbrannt würde.
Darauf sagte Ulenspiegel zum Spittelmeister:
„Bezahle mich, maßen sie Alle draußen sind und sich für geheilt erklären.“
Der Meister bezahlte ihm zweihundert Gülden und Ulenspiegel zog ab.
Doch am zweiten Tage sah der Meister seine Kranken in einem schlimmeren Zustand als zuvor wiederkommen, einen ausgenommen, den die frische Luft kuriert hatte und den man trunken in den Gassen fand, wie er sang: „Heil dem großen Doktor Ulenspiegel!“
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Nachdem die zweihundert Gülden Reißaus genommen hatten, kam Ulenspiegel nach Wien, allwo er sich bei einem Wagner verdingte; der ließ seine Gesellen immer hart an, weil sie den Blasebalg der Schmiede nicht stark genug zogen.