„Holla,“ schrie er beständig, „folgt mit den Bälgen.“

Eines Tages, da der Meister in den Garten ging, macht Ulenspiegel den Blasebalg los, trägt ihn auf den Schultern davon und folgt seinem Meister nach. Da dieser sich verwundert, ihn so seltsam beladen zu sehen, spricht Ulenspiegel zu ihm:

„Meister, Ihr habt befohlen, Euch mit den Bälgen zu folgen. Wo soll ich ihn hintun, dieweil ich gehe, den andern zu holen?“

„Lieber Knecht,“ erwiderte der Meister, „ich meint’ es nicht also; geh und lege den Blasebalg wieder an seinen Ort.“

Indessen gedachte er, ihm diesen Streich heimzuzahlen. Fortan stand er alle Tage um Mitternacht auf, weckte seine Gesellen und hieß sie arbeiten.

Die Gesellen sprachen zu ihm:

„Meister, warum weckst Du uns mitten in der Nacht?“

„Das ist so meine Weise,“ sprach der Meister, „daß ich meinen Knechten die ersten acht Tage nicht erlaube, mehr als die halbe Nacht im Bette zu liegen.“

Die andere Nacht weckte er seine Knechte abermals um Mitternacht. Ulenspiegel, der auf dem Boden schlief, nahm sein Bett auf den Rücken und so beladen stieg er in die Schmiede hinunter.

Der Meister sprach zu ihm: