„Nein“, antwortete er.
„Bringst Du Nachricht von Jobst, meinem Bruder?“ sagte Klas, dieweil er die gerösteten Blutwürste, einen Eierkuchen mit fettem Schinken und große Humpen auf den Tisch setzte, und der Wein von Löwen schimmerte blaßrot in den Flaschen.
Der Mann antwortete:
„Dein Bruder Jobst ist zu Sippenaken bei Aachen auf dem Rade gestorben. Und das, weil er als Ketzer die Waffen wider den Kaiser getragen hat.“
Klas war wie von Sinnen, und am ganzen Leibe zitternd, denn sein Grimm war groß, sagte er:
„Elende Henker! Jobst, mein armer Bruder!“
Darauf sprach der Mann ohne Weichheit:
„Unsere Freuden und Leiden sind nicht von dieser Welt.“
Und er begann zu essen. Darauf sagte er:
„Ich habe Deinem Bruder in seinem Kerker beigestanden, indem ich mich für einen Bauern von Niesweiler, seinen Verwandten, ausgab. Ich komme hierher, weil er zu mir gesagt hat: Wenn Du nicht gleich mir für den Glauben stirbst, so gehe zu meinem Bruder Klas. Heiß ihn, im Frieden des Herrn leben, indem er die Werke der Barmherzigkeit übt und seinen Sohn insgeheim nach Christi Gebot erzieht. Das Geld, das ich ihm gab, ward dem armen, unwissenden Volk abgenommen; er möge es anwenden, um Tyll in der Erkenntnis Gottes und des Wortes zu erziehen.“