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Als Nele und Soetkin von Brügge heimgekehrt waren, saß Klas in seiner Küche auf dem Boden nach Art der Schneider und nähte Knöpfe an eine alte Hose. Nele war bei ihm und hetzte Titus Bibulus Schnuffius auf den Storch; bald stürzte er sich auf ihn, bald wich er zurück und heulte dabei in den höchsten Tönen. Der Storch, auf einem Bein stehend, blickte ihn ernst und nachdenklich an und zog seinen langen Hals in sein Brustgefieder zurück. Da Titus Bibulus Schnuffius seine Friedfertigkeit sah, heulte er noch schrecklicher. Aber unversehens schoß der Vogel, den diese Musik verdroß, seinen Schnabel wie einen Pfeil in den Rücken des Hundes, welcher entfloh und um Hilfe heulte. Klas lachte, Nele desgleichen; Soetkin schaute immerwährend auf die Straße und spähte, ob sie Ulenspiegel nicht kommen sähe. Plötzlich sprach sie:

„Da ist der Profos und vier Büttel. Ohne Zweifel haben sie es nicht auf uns abgesehen. Ihrer zwei gehen rund um die Hütte.“

Klas hob die Nase von der Arbeit auf.

„Und zwei bleiben vorne stehen“, redete Soetkin weiter.

Klas stund auf.

„Wen werden sie in dieser Straße gefangen nehmen?“ sagte sie.

„Herr Jesus, Mann, sie kommen herein.“

Klas sprang aus der Küche in den Garten, Nele ihm nach. Er sagte zu ihr: