„Rette die Karolus, sie sind hinter der Rückwand des Rauchfangs.“
Nele verstand ihn und da sie sah, daß er über die Hecke sprang und als die Büttel ihn beim Kragen packten, daß er sie schlug, um sie los zu werden, da schrie und weinte sie:
„Er ist unschuldig, er ist unschuldig! Tut meinem Vater Klas kein Leids an! Ulenspiegel, wo bist Du? Du würdest sie alle beide töten!“
Und sie warf sich auf einen der Büttel und zerfleischte ihm das Gesicht mit ihren Nägeln. Dann schrie sie: „Sie werden ihn umbringen“, warf sich in das Gras im Garten und wälzte sich darin wie von Sinnen.
Katheline war auf den Lärm herbeigekommen, sie stand aufrecht und unbeweglich, sah dem Schauspiel zu und schüttelte den Kopf: „Das Feuer, das Feuer! Bohrt ein Loch, die Seele will heraus!“ Soetkin sah nichts und sprach zu den Bütteln, die in die Hütte getreten waren:
„Ihr Herren, was suchet Ihr in unserer armen Behausung? Wenn es mein Sohn ist, der ist fern. Da müsset Ihr lange Beine machen.“
Solches sagend war sie frohen Mutes.
Indem schrie Nele um Hilfe. Soetkin lief in den Garten, sah, wie ihr Mann auf dem Weg bei der Hecke festgehalten ward und sich sträubte.
„Schlag zu, töte sie“, rief sie. „Ulenspiegel, wo weilst Du?“
Sie wollte ihrem Manne zu Hilfe kommen, doch einer der Büttel packte sie um den Leib, nicht ohne Fährnis für sie.