Klas wehrte sich und schlug so heftig, daß er wohl hätte entkommen mögen, wären nicht die beiden Büttel, mit denen Soetkin gesprochen hatte, denen, so ihn hielten, zu Hilfe kommen.
Mit gebundenen Händen führten sie ihn in die Küche, allwo Soetkin und Nele weinten und schluchzten.
„Herr Profos,“ sagte Soetkin, „was hat mein armer Mann getan, daß Ihr ihn also mit diesen Stricken bindet?“
„Ketzer“, sprach einer der Büttel.
„Ketzer,“ sprach Soetkin dagegen, „Du bist ein Ketzer, Du! Diese Teufel haben gelogen.“
Klas antwortete:
„Ich befehle mich in Gottes Hut.“
Er ging fort. Nele und Soetkin folgten ihm weinend und vermeinend, daß man sie auch vor den Richter bringen würde. Freunde und Gevatterinnen kamen zu ihnen, aber da sie vernahmen, daß Klas also gebunden ging, weil er der Ketzerei verdächtig war, hatten sie so große Furcht, daß sie eilends wieder in ihre Häuser gingen und alle Türen hinter sich zuschlossen. Nur etliche Mägdlein wagten zu Klas zu kommen und zu ihm zu sagen:
„Wohin gehst Du also gebunden, Kohlenträger?“
„Wohin Gott will, Ihr Mägdlein“, sprach er.