Ulenspiegel sagte zu ihm:

„Warum hast Du einen so großen Krug und ich nur einen kläglichen Becher?“

Klas antwortete: „Weil ich Dein Vater bin und Herr im Hause.“

Ulenspiegel entgegnete:

„Du trinkst seit vierzig Jahren und ich nur seit neun. Deine Zeit ist vorüber und meine Zeit zum Trinken ist gekommen; es ist also an mir, den Humpen zu haben, und an Dir, den kleinen Becher zu nehmen.“

„Sohn,“ sprach Klas, „das hieße Bier in den Fluß schütten, wenn man das Maß einer Tonne in ein Fäßlein gießen wollte.“

„Du wirst also klug tun, wenn Du Dein Fäßlein in meine Tonne gießest, denn ich bin größer als Dein Humpen,“ erwiderte Ulenspiegel.

Und Klas gab ihm mit Freuden seinen Humpen zu leeren. Und so lernte Ulenspiegel seine Worte setzen, um zu trinken.


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