„Und frisches auch, so frisch wie mein Weib war.“

Die Köchin ward bei dieser Rede unwirsch. Jedoch sie aßen gar reichlich und tranken wie die Schwämme. Und die Dame gab Ulenspiegel diese Nacht, die nächste und die folgenden das Nachtmahl.

Die Esel bekamen eine doppelte Metze Hafer und Lamm aß für zwei. Während einer Woche verließ er die Küche nicht und trieb sein Spiel mit den Schüsseln, aber nicht mit der Köchin, denn er gedachte seines Weibes. Solches verdroß die Jungfer, welche sagte, daß es sich nicht verlohnte, in dieser armen Welt Platz fortzunehmen, nur um an seinen Bauch zu denken.

Derweilen lebten Ulenspiegel und die Dame gar freundlich miteinander. Eines Tages sagte sie zu ihm:

„Thyl, Du bist nicht ehrbar. Wer bist Du?“

Er sagte: „Ich bin ein Sohn, den der glückliche Zufall eines Tages mit Frau Aventüre hatte.“

„Du sprichst nicht schlecht von Dir,“ sprach sie.

„Es geschieht aus Furcht, daß die Andern mich loben,“ entgegnete Ulenspiegel.

„Würdest Du Dich Deiner Brüder annehmen, die man verfolgt?“

„Klasens Asche brennt auf meiner Brust,“ erwiderte Ulenspiegel.