Die Männer sagten:

„Großer Sankt Martin, muß die Ketelstraet Eurer Stadt niedergerissen werden? Aber belehret uns vor allem über die Mittel, die armen Mägdlein zu hindern, abends auszugehen und sich also tausend Abenteuern auszusetzen.“

Plötzlich schrie das Volk: „Da ist der Küster.“

Da erschien Ulenspiegel, faßte Pompilius um den Leib und trug ihn auf den Schultern fort, und die andächtige Menge folgte ihm nach.

„Wehe,“ sagte der arme Glöckner ihm ganz leise ins Ohr, „ich sterbe vor Jucken.“

„Halte Dich steif,“ versetzte Ulenspiegel, „vergissest Du, daß Du ein hölzerner Heiliger bist?“

Er lief hurtig und setzte Pompilius vor dem Propst nieder, der sich mit den Nägeln bis aufs Blut kratzte.

„Glöckner,“ sagte der Propst, „hast Du Dich so wie wir gekratzt?“

„Nein, Herr,“ antwortete Pompilius.

„Hast Du gesprochen oder eine Gebärde gemacht?“