„Da ist eine Wunde, die nicht ans Licht darf.“
„Ich werde für Euch beten,“ sprach Ulenspiegel.
„Ja, Pilger,“ sagten die Buckligen alle zumal, „ja Herr, der Ihr wieder grade geworden seid; wir haben Eurer gespottet, verzeihet uns, wir wußten nicht, was wir taten. Christus, der Herr, hat am Kreuze verziehen, gewähret auch uns Verzeihung.“
„Ich verzeihe Euch,“ sagte Ulenspiegel wohlwollend.
„So nehmet denn diesen Stüver, genehmigt diesen Gülden, lasset uns Eurer Gradheit diesen Real geben, Euch diesen Crusado anbieten, in Eure Hände diese Karolus legen ...“
„Verberget Eure Karolus wohl,“ sagte Ulenspiegel ganz leise zu ihnen, „auf daß Eure linke Hand nicht wisse, was die rechte tut.“
Also redete er wegen des Dechanten, der die Münzen der Buckligen mit den Augen verschlang, ohne zu sehen, ob es güldene oder silberne waren.
„Euch sei Dank, Geweihter des Herrn,“ sagten die Buckligen zu Ulenspiegel.
Und er nahm stolz ihre Gaben an, wie einer, an dem ein Wunder geschehen.
Aber die Geizigen rieben ihre Buckel am Grabstein, ohne etwas zu sagen.