Nachdem diese Verschwörung aufgedeckt war, wandte sich der Prinz stumm zu den Edelleuten, Rittern und Söldnern um, unter denen viele waren, die ihn beargwöhnten. Er deutete schweigend auf die beiden Leichen und wollte ihnen durch diese Gebärde ihr Mißtrauen vorwerfen. Alle riefen stürmisch:

„Lang lebe Oranien! Oranien ist den Landen treu!“

Sie wollten die Leichname voll Verachtung den Hunden vorwerfen; doch der Schweiger sprach:

„Nicht die Leichname sollt Ihr den Hunden vorwerfen, sondern die Schwachheit des Geistes, die an reinen Absichten zweifeln heißt.“

Und die Ritter und Söldner riefen:

„Es lebe der Prinz! Es lebe Oranien, der Freund der Lande!“

Und ihre Stimmen waren gleich wie ein Donner, der die Ungerechtigkeit bedräuet.

Und der Prinz sagte, auf die Leichname deutend:

„Begrabt sie christlich.“

„Und ich,“ fragte Ulenspiegel, „was wird man mit meinem getreuen Gerippe tun? Habe ich Übles getan, so gebe man mir Schläge; habe ich gut gehandelt, so gebe man mir eine Belohnung.“