„Mein Sohn,“ sagte einer der Prediger, ein starker Mann, „für uns wird in dieser Welt keine Freude sein, solange Papst und Inquisition darin regieren.“

Ulenspiegel seufzte gleichfalls und sprach:

„Wehe! was sagt Ihr, edle Herren? Sprecht leise, wenn es Euer Gnaden beliebt. Aber gebt mir einen Stüver.“

„Mein Sohn,“ antwortete ein kleiner Prediger mit kriegerischem Antlitz, „wir armen Märtyrer haben nur so viel Stüver, wie wir brauchen, uns unterwegs zu ernähren.“

Ulenspiegel warf sich auf die Kniee.

„Segnet mich,“ sagte er.

Die drei Prediger legten die Hand ohne Frömmigkeit auf Ulenspiegels Kopf.

Da er wahrnahm, daß sie mager waren und doch mächtige Bäuche hatten, erhob er sich, stellte sich, als ob er fiele, und stieß mit der Stirn gegen den Bauch des hochgewachsenen Predigers, wobei er ein lustiges Klingeln von Münzen vernahm.

Da richtete er sich auf und zog sein kurzes Schwert.

„Ihr schönen Väter,“ sagte er, „es ist kalt; ich bin schlecht bekleidet, und Ihr habt mehr als genug. Gebt mir von Eurer Wolle, daß ich mir daraus einen Mantel schneiden kann. Ich bin Geuse, es lebe der Geuse!“