„Ja,“ sprach Lamm.
„Da,“ sprach Ulenspiegel, „nimm meine Büchse, geh dort in das Gebüsch zwischen den Felsen; lade sie mit zwei Kugeln und ziele, wenn ich wie ein Rabe krächze.“
„Das will ich tun,“ sprach Lamm.
Und er verschwand im Gebüsch. Alsbald hörte Ulenspiegel das Rad der Büchse knarren.
„Siehst Du sie kommen?“ fragte er.
„Ich sehe sie“; antwortete Lamm. „Es sind ihrer drei, die gleich Soldaten marschieren, und der Eine überragt die Andern um Haupteslänge.“
Ulenspiegel setzte sich mit vorgestreckten Beinen auf den Weg, indem er murmelnd einen Rosenkranz abbetete, wie die Bettler tun. Und er hatte seinen Hut zwischen den Knieen.
Als die drei Prediger vorübergingen, hielt er ihnen seinen Hut hin, sie aber legten nichts hinein.
Da stand Ulenspiegel auf und sagte kläglich:
„Ihr guten Herren, versagt einem armen Steinhauer, der sich letzthin in einer Grube des Steinbruchs die Lenden gebrochen hat, nicht einen Stüver. Sie sind hart in diesem Lande und haben mir nichts geben wollen, mein trauriges Elend zu lindern. Wehe, gebt mir einen Stüver, dann werde ich für Euch beten. Und Gott wird Eure großmütige Gnaden das ganze Leben fröhlich erhalten.“