Und zwischen den Büschen erblickte Ulenspiegel Lamms gutes Vollmondsgesicht und seinen erhobenen Arm, der hastig die Büchse wieder lud. Und ein blauer Rauch stieg aus dem schwarzen Gebüsch auf.

Der dritte Prediger, vor männlicher Wut rasend, wollte Ulenspiegel mit aller Gewalt aus dem Busche reißen. Der aber sprach:

„Eisenwind oder Bleiwind, Du wirst aus dieser Welt scheiden und in die andere gehen, Du schändlicher Mordstifter!“

Und er griff ihn an und er wehrte sich tapfer.

Fest standen sie Aug’ in Aug’ auf dem Wege, teilten Hiebe aus und parierten sie.

Ulenspiegel war von Blut überströmt, maßen sein Gegner, ein geübter Kämpfer, ihn am Kopf und Bein verwundet hatte. Doch er griff ihn an und verteidigte sich wie ein Leu. Da ihn das Blut, so von seinem Kopf strömte, blendete, wich er in großen Schritten zurück, wischte es mit der Linken ab und fühlte, daß er schwach wurde. Er wäre getötet worden, hätte Lamm nicht auf den Prediger geschossen und ihn niedergestreckt.

Und Ulenspiegel sah und hörte ihn Lästerworte, Blut und Todesschaum ausspeien.

Und blauer Rauch stieg aus dem Gebüsch auf, darinnen Lamm wiederum sein gutes Vollmondsgesicht sehen ließ.

„Ist es vollendet?“ fragte er.

„Ja, mein Sohn,“ antwortete Ulenspiegel, „aber komm ...“