„Wir müssen nach Maestricht.“
„Das wirst Du nicht können,“ sagte der Wirt; „des Herzogs Heer ist vor der Stadt und rings umher.“
Dann führte er ihn auf den Boden und zeigte ihm in der Ferne die Fähnlein und Standarten der Reiter und Fußsoldaten, die auf freiem Felde ritten und marschierten.
Ulenspiegel sprach:
„Ich werde passieren, wenn Ihr, der Ihr an diesem Ort mächtig seid, mir Erlaubnis gebt, mich zu verheiraten. Was die Frau angeht, so brauche ich eine, die anmutig, sanft und schön ist und mich freien will, wenn nicht für immer, zum wenigsten für eine Woche.“
Lamm seufzte und sprach:
„Tu’s nicht, mein Sohn, sie würde Dich allein lassen, von Liebesglut verzehrt. Dein Bett, in dem Du so ruhig schläfst, wird Dir gleich einem Pfühl von Stechpalmen sein und Dir den süßen Schlummer rauben.“
„Ich werde heiraten,“ antwortete Ulenspiegel.
Und da Lamm nichts mehr auf dem Tische fand, ward er schier betrübt. Da er jedoch Kapaune in einem Napf entdeckte, knabberte er sie melancholisch.
Ulenspiegel sagte zu Thomas Utenhove: