„Wirf nicht mit Steinen,“ sagte Ulenspiegel.

Der Schiffer sagte dem Jungen, der neben ihm auf dem Schiff iahte, etwas ins Ohr. Derselbige machte von der Breitseite ein Boot los und mit Hilfe eines Bootshakens, den er geschickt handhabte, näherte er sich dem Ufer. Als er ganz nahe war, sagte er in stolzer Haltung:

„Mein Baas fragt an, ob Ihr waget, auf das Schiff zu kommen und einen Kampf mit Faust und Fuß mit ihm aufzunehmen? Diese Männer und Weiber werden Zeugen sein.“

„Das wollen wir,“ sprach Ulenspiegel gar würdig.

„Wir nehmen den Kampf an,“ sagte Lamm mit großem Stolz.

Es war um Mittag und die Deicharbeiter, Pflasterer, Schiffsbauleute, die Frauen, die ihren Männern das Essen brachten, die Kinder, die gekommen waren, um ihre Väter Bohnen und gekochtes Fleisch essen zu sehen; alle lachten und klatschten in die Hände bei der Aussicht auf einen bevorstehenden Kampf. Sie erhofften voller Freuden, daß dem einen oder andern der Kämpen der Schädel zerbrochen, oder daß er zu ihrem Ergötzen in den Fluß fallen würde.

„Mein Sohn,“ sagte Lamm ganz leise, „er wird uns ins Wasser werfen.“

„Laß Dich nur hineinwerfen,“ sprach Ulenspiegel.

„Der Dicke hat Angst,“ sagte der Haufe der Arbeiter.

Lamm, der immer noch auf seinem Esel saß, drehte sich nach ihnen um und sah sie zornig an, aber sie höhnten ihn.