Der Junge sprang aufs Deck.
Und sie tranken. Ganz verblüfft, wußte Lamm nicht mehr, ob er, Lamm, aus Damm gebürtig, diesen starken Mann überwältigt hatte. Er wagte ihn nur noch verstohlen und ohne etwelchen Triumph anzusehen, in der Befürchtung, daß ihn eine Lust anwandeln möge, ihn zu packen, wie er es mit den Eseln getan, und ihn aus Rache für seine Niederlage lebendig in die Maas zu werfen. Doch der Schiffer lud ihn lächelnd und lustig ein, noch mehr zu trinken, und Lamm erholte sich von seinem Schrecken und blickte ihn wiederum siegesbewußt an.
Und der Schiffer und Ulenspiegel lachten.
Unterweilen hatten die Esel, voller Verwunderung, sich auf gedieltem Boden zu befinden, die Köpfe gesenkt und die Ohren angelegt und wagten aus Furcht nicht zu trinken. Der Schiffer holte ihnen eine Metze des Hafers, den er den Pferden, die seine Barke zogen, gab. Er hatte ihn selbst gekauft, um nicht von den Führern mit dem Futterpreise betrogen zu werden.
Als die Esel die Metze sahen, murmelten sie mit dem Maul ihre Paternoster, dieweil sie das Deck trübsinnig betrachteten und aus Furcht, auszugleiten, nicht wagten, einen Huf darauf zu bewegen.
Hierauf sagte der Schiffer zu Lamm und Ulenspiegel:
„Laßt uns in die Küche gehen.“
„In die Kriegsküche?“ sagte Lamm ängstlich.
„In die Kriegsküche, aber Du magst ohne Furcht hinuntergehen, mein Ueberwinder.“
„Ich habe keine Furcht und folge Dir,“ sprach Lamm.