Und Lamm weinte nicht mehr.

Und Ulenspiegel sagte: „Gesegnet sei das gute Bier, das Dir die Seele voller Sonnenschein macht! Du lachst und schüttelst Deinen Bauch. Wie gern seh ich den Tanz der lustigen Gedärme!“

„Mein Sohn,“ sprach Lamm, „sie würden noch weit mehr tanzen, wenn ich das Glück hätte, mein Weib wiederzufinden.“

„Laß sie uns suchen,“ sprach Ulenspiegel.

So kamen sie in das Viertel der Unteren Schelde.

„Schau,“ sprach Ulenspiegel zu Lamm, „dieses Häuschen, ganz aus Holz, mit schönen, wohlgefügten Fensterrahmen und Butzenscheiben. Betrachte diese gelben Vorhänge und diese rote Laterne. Da, mein Sohn, thront hinter vier Tonnen Braunbier, Uitzet, Dobbelkuyt und Wein aus Amboise eine schöne Wirtin von fünfzig oder mehr Jahren. Jedes Jahr, das sie zurücklegte, versah sie mit einer neuen Speckschicht. Auf einer der Tonnen brennt eine Kerze und vor den Deckbalken hängt eine Laterne. Es ist da hell und dunkel; dunkel für die Liebe und hell für die Bezahlung.“

„Aber,“ sprach Lamm, „das ist ja ein Kloster von Teufelsnönnlein, und diese Wirtin ist ihre Aebtissin.“

„Ja,“ sprach Ulenspiegel, „diese ist’s, die in Herrn Beelzebubs Namen fünfzehn schöne Mägdlein von lockerem Wandel auf den Pfad der Sünde führt. Sie finden bei ihr Zuflucht und Nahrung, aber sie dürfen dort nicht schlafen.“

„Kennest Du dies Kloster?“ fragte Lamm.

„Ich will dort Deine Frau suchen. Komm.“